FUNK-AMATEUR-CLUB BASEL
© Matthias HB9TPN
Das Theremin ist eines der ersten elektronischen Musikinstrumente. Es wurde 1920 vom russischen Physiker Lew Termen (Leon Theremin) erfunden und ist besonders dadurch bekannt, dass es berührungslos gespielt wird. Tonhöhe und Lautstärke werden durch die Position der Hände in der Nähe zweier Metallantennen gesteuert. [de.wikipedia.org]
Das Theremin arbeitet mit elektromagnetischen Feldern um zwei Metallantennen. Die Hände des Spielers wirken dabei wie veränderliche Kapazitäten und beeinflussen elektronische Schwingkreise.
Im Inneren erzeugen mehrere Oszillatoren Hochfrequenzsignale im Bereich von etwa 100 kHz bis 1 MHz. Die Annäherung der Hand verändert die Frequenz eines dieser Oszillatoren leicht. Durch Mischung mit einer festen Referenzfrequenz entsteht eine hörbare Differenzfrequenz, die als Ton ausgegeben wird. Dieses Verfahren nennt sich Heterodyn-Prinzip.
Bild: Theremin – Wikipedia
Für die Lautstärkeregelung wird ein weiterer Oszillator genutzt. Die Entfernung der Hand von der Lautstärkeantenne erzeugt eine Steuerspannung, welche die Lautstärke des Tons verändert.
Aus Sicht eines Funkamateurs: Das Theremin verwendet HF-Schwing- und Mischkreise, ähnlich wie in der Funktechnik. Die Antennen dienen jedoch nicht zum Senden oder Empfangen von Funkwellen, sondern lediglich als kapazitive Sensoren für die Handbewegungen
Kurz gesagt: Das Theremin ist ein einzigartiges elektronisches Instrument, das allein durch Handbewegungen im elektromagnetischen Feld gespielt wird. Sein charakteristischer schwebender Klang machte es zu einem Symbol früher elektronischer Musik und klassischer Science-Fiction-Filme.
Am Wochenende (31.10. und 01.11.2026) finden zwei Konzerte mit Musik aus einem Theremin in Basel und Allschwil statt.